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Internationalisierung

Open Language Tools

Auf java.net findet sich das Projekt Open Language Tools. Das Projekt wird von Tim Foster und Boris Steiner betrieben und stellt Werkzeuge für die Übersetzung zur Verfügung, die auf dem XLIFF Standard und einem Translation Memory beruhen. Die Tools sind Open Source und unter der Common Development and Distribution License verfügbar. Grund genug, mal näher hinzuschauen.
In diesem Blogbeitrag möchte ich für den XLIFF Translation Editor des Projekts zeigen:
  • wie XLIFF praktisch eingesetzt wird,
  • wie ein integriertes Translation Memory die Übersetzung leichter und schneller macht,
  • und welche Formate unterstützt werden.
Der XLIFF Translation Editor arbeitet mit XML-basierten XLIFF Files (also Textdateien). Durch das Markup wird der originale Text in Segmente geteilt, die der Editor dann verabeiten kann. Der Übersetzer öffnet also das XLIFF File und wählt die Zielsprache, in die der Text übersetzt werden soll.

Der XLIFF Translation Editor parst das XLIFF File und bietet dem Übersetzer den Text in seinen einzelnen Segmenten an. Das XLIFF Markup bestimmt welche Teile des originalen Texts übersetzbar sind und welche nicht. Im Editor werden die nicht-übersetzbaren Teile des Textes als gesperrt markiert (siehe auch den Screenshot und die rot gefärbten Texte) und sind nicht editierbar. Die Stellen, die übersetzt werden sollen, sind normal mit Schwarz markiert und können frei editiert werden. Im Screenshot kann man sehen, wie nur die übersetzbaren Stellen eines HTML Tags frei editierbar sind. So verhindert der Translation Editor, dass der Übersetzer versehentlich das Tag oder den HTML Code ändert, der nicht für die Übersetzung vorgesehen war.

Um die Arbeit des Übersetzers einfacher zu machen, bietet der Translation Editor ein integriertes Translation Memory (TM) an. Mit diesem TM kann der Übersetzer auf bereits übersetzte Segmente zurückgreifen und kann diese einfügen ohne den Text erneut übersetzen zu müssen. Manchmal ändert sich aber die Wortwahl oder der Aufbau eines Satzes. In solchen Fällen kann das TM nicht 100% passende Übersetzungen anbieten, aber vielleicht Übersetzungen, die vielleicht 80% oder 90% des ursprünglichen Textes beinhalten – sogenannte „Fuzzy Matches“. Die gefundenen „Fuzzy Matches“ bietet der Translation Editor an, und der Übersetzer kann sie dann weiterverwenden oder sie nachträglich editieren. So kann der Übersetzer die XLIFF Files schneller übersetzen. (Das TM Feature ist sehr einfach und ich muss noch prüfen inwieweit es mit kommerziellen Lösungen konkurrieren kann. Aber dennoch: für 0.- EURO ein sehr nützliches Feature!)

Der Translation Editor erlaubt auch die Segmente zu filtern, z.B. nicht übersetzte Segmente, bereits übersetzte Segmente, Fuzzy Matches des Translation Memory usw. So behält der Übersetzer den Überblick über den Fortschritt der Arbeit.

In der Version 1.2.7 unterstützt der XLIFF Translation Editor folgende XLIFF Filter für verschiedene Formate (d.h. mittels eines solches XLIFF Filter wird das Format in ein XLIFF Format transformiert, z.B. durch XSLT):

  • HTML
  • Docbook SGML
  • JSP
  • XML (generic – needs a configuration file for each XML type)
  • OpenOffice.org : sxw, sxc, sxi
  • Open Document Format : odw, odc, odi
  • Plain text
  • PO (gettext)
  • Msg/tmsg (catgets)
  • Java .properties
  • Java ResourceBundle
  • Mozilla .DTD resource files
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Brian Heumann

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