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Business, Internationalisierung, Web

Netlog vs. MySpace

Im Web 2.0 hat MySpace das gesamte Feld des Social Networking erobert. Das gesamte Feld? Nein, ein kleines belgisches Startup leistet Widerstand und bietet dem übermächtigen Konkurrenten die Stirn!

David gegen Goliath

Das Wall Street Journal berichtet über MySpace und Netlog und wie sie beide an die Internationalisierung ihrer Geschäfte herangehen. Beide Geschäftsführungen haben ehrgeizige Pläne für die internationale Expansion, und sehen diese als wichtige Säule ihrer Strategie.

MySpace: fast die gesamte Website umgeschrieben
MySpace war dabei gezwungen, fast den gesamten Code ihrer Website umzuschreiben. Laut eigenen Angaben waren dabei 40 Entwickler für 6 Monate beschäftigt, dann kommen noch die Zeit und Kosten für die eigentliche Lokalisierung oder Übersetzung hinzu!

In den letzten 18 Monaten hat MySpace die Website in 12 Sprachen übersetzt und für 23 Länder angepasst, u.a. für China, Japan, Deutschland und Frankreich. MySpaces Mannschaft ist verhältnismässig gross: allein ca. 100 Leute arbeiten für die internationale Web sites oder verkaufen Werbung dafür.

Netlog: smarter Start
Netlog expandierte zuletzt in den türkischen Markt. Bei der Erschliessung beschäftigten sie 2 Austauschstudenten über einen Zeitraum von 4 Monaten, dann war die Website fertig! Mittlerweile unterstützt Netlog 13 (!) Sprachen und viele weitere Sprachen sind in Vorbereitung. Selbst Arabisch, eine der schwierigsten Zielsprachen für Webprojekte, steht auf ihrer Wunschliste.

Netlog hatte aber im Gegensatz zu MySpace von Anfang an darauf geachtet, dass die Website korrekt internationalisiert wurde., d.h. der Code und das HTML wurde direkt darauf vorbereitet in mehrere Sprachen übersetzt und gepflegt zu werden. Netlog beschäftigt aktuell insgesamt 35 Leute. Jawohl, 35.

Was lernen wir daraus?
Was kann man aus diesem Vergleich lernen? Ich sehe die folgenden Punkte:

  1. Bei beiden Firmen steht die internationale Expansion ganz oben auf der Agenda. Speziell bei Angeboten mit geringen Margen müssen recht schnell neue Kunden gefunden werden. Ähnliches Ziel muss es bei „The Winner Takes It All“ Märkten sein, in denen der Marktführer alles gewinnt.
  2. Die Internationalisierung gehört an den Anfang einer Planung, und nicht erst nach den ersten Erfolgen im Heimatmarkt.
  3. Netlog hat von Anfang an die Internationalisierung des Geschäfts nicht nur geplant, sondern auch konsequent umgesetzt. Zwischen den ehrgeizigen Plänen und dem täglichen Geschäft gab es einen Zusammenhang.
  4. Wenn man Websites von Anfang richtig aufsetzt, spart man viel Geld und Zeit bei der Anpassung der Website für neue Sprachen oder Märkte.

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Brian Heumann

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